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Radio Offshore ®

FKN · Fachkundenachweis Seenotsignalmittel

Was ermöglicht mir der FKN?

Im besten Fall brauchst du das Wissen dahinter nie. Interessant wird es an dem Tag, an dem aus Sicherheitsausrüstung eine Handlung werden muss.

Skipperin mit FKN Fachkundenachweis für Seenotsignalmittel
Der Schein ist geschafft

Solange nichts passiert, bleibt der FKN ein Dokument

Du hast die Prüfung bestanden. Danach liegt der Fachkundenachweis möglicherweise jahrelang bei deinen Unterlagen.

Das wäre der Idealfall. Keine Seenot. Kein Moment, in dem du ein pyrotechnisches Seenotsignalmittel tatsächlich einsetzen musst.

Deshalb kann man sich leicht fragen, was einem dieser zusätzliche Fachkundenachweis überhaupt bringt. Das Boot fährt mit FKN nicht schneller und der nächste Chartertörn wird dadurch nicht schöner.

Solange nichts passiert, ist der Unterschied kaum sichtbar. Wenn etwas passiert, können plötzlich das Können und die Vorbereitung des Skippers eine Rolle spielen.

Der eigentliche Wert

Können und nachweisen können sind zwei verschiedene Dinge

Im Seenotfall interessiert dich zuerst kein Dokument. Dann musst du wissen, welches Seenotsignalmittel zur Situation passt und wie du damit sicher umgehst.

Der FKN hat daneben eine zweite Funktion: Er dokumentiert, dass du die dafür vorgesehene Fachkunde in einer Prüfung nachgewiesen hast.

Im Ernstfall

Entscheidend ist das Können

Ein Fachkundenachweis setzt kein Seenotsignal ein. Entscheidend ist, dass du die Situation beurteilen, das geeignete Signal auswählen und sicher damit umgehen kannst.

Der Nachweis

Deine Fachkunde ist dokumentiert

Mit dem FKN kannst du nachweisen, dass du dich mit den relevanten Seenotsignalmitteln, den Vorschriften und ihrer Handhabung beschäftigt und die Fachkundeprüfung bestanden hast.

Ein ganz normaler Chartertörn

Zwei Familien, eine Yacht – und du bist der Skipper

Du charterst mit deiner Familie und Freunden eine Segelyacht im Mittelmeer. Du bist der verantwortliche Skipper.

Die Yacht ist mit pyrotechnischen Seenotsignalmitteln ausgerüstet. Du hast keinen deutschen FKN. Der Törn beginnt wie viele Chartertörns zuvor.

Dann entsteht ein schwerer Seenotfall. Die Signalmittel werden gebraucht – und bei ihrem Einsatz geht etwas schief. Ein Mitsegler wird verletzt oder behauptet später, dass durch dein Verhalten ein Schaden vergrößert wurde.

Jetzt geht es nicht mehr nur darum, welchen Schein du für die Charterbuchung vorlegen musstest. Jetzt kann die Frage entstehen, wie du dich als verantwortlicher Skipper vorbereitet hast.

Nach einem Zwischenfall

Dann wird aus einer einfachen Situation eine Einzelfallprüfung

Ein fehlender FKN macht einen Charter-Skipper nicht automatisch haftbar. Umgekehrt schützt ein vorhandener FKN nicht automatisch vor Haftung.

Entscheidend ist, was tatsächlich passiert ist, welche Pflichten bestanden, wie sich der Skipper verhalten hat und ob ein Fehler für den entstandenen Schaden überhaupt ursächlich war.

Welche Sicherheitsausrüstung befand sich an Bord?

War der Skipper mit ihrer Handhabung vertraut?

Gab es bei der Charterübernahme eine Einweisung?

Wurde das Seenotsignalmittel situationsgerecht eingesetzt?

Genau deshalb ist die Frage „Brauche ich den FKN für meinen Chartertörn?“ nicht immer dieselbe Frage wie „Was bringt es mir als Skipper, den FKN zu haben?“

Wenn wirklich Gefahr besteht

Ohne FKN bedeutet nicht: Im Seenotfall nichts anfassen

Für Deutschland enthält das Sprengstoffrecht eine wichtige Ausnahme: Die bestimmungsgemäße Verwendung zugelassener pyrotechnischer Gegenstände zur Gefahrenabwehr ist von der Erlaubnispflicht des § 27 SprengG ausgenommen.

Ein echter Notfall ist deshalb etwas anderes als der normale Umgang mit pyrotechnischen Seenotsignalmitteln vor dem Notfall.

Wenn Menschen tatsächlich in Gefahr sind, ist ein fehlender FKN kein Grund, ein vorhandenes und geeignetes Seenotsignalmittel nicht bestimmungsgemäß zur Gefahrenabwehr einzusetzen.

Das bedeutet allerdings nicht, dass jede Verwendung automatisch richtig ist. Ob das Signal sachgerecht eingesetzt wurde und ob dabei die erforderliche Sorgfalt eingehalten wurde, bleibt eine eigene Frage.

Was bleibt also?

Der FKN nimmt dir die Verantwortung als Skipper nicht ab

Sein Wert liegt an einer anderen Stelle: Du beschäftigst dich vor dem Ernstfall mit einem Teil der Sicherheitsausrüstung, den du hoffentlich niemals einsetzen musst.

Mit bestandener Prüfung kannst du zusätzlich nachweisen, dass du die dafür vorgesehene Fachkunde erworben hast.

Peter Wörner von Radio Offshore
Peter Wörner · Radio Offshore ®

Solange nichts passiert, fragt kaum jemand danach. Wenn etwas passiert, wird die Vorbereitung plötzlich interessant.

Ich möchte nicht zum ersten Mal darüber nachdenken, wie die Sicherheitsausrüstung an Bord funktioniert, wenn ich sie tatsächlich brauche.

Für mich liegt genau darin der Wert des FKN: Ich habe mich vorher damit beschäftigt und meine Fachkunde nachgewiesen. Der Schein nimmt mir keine Entscheidung ab – aber ich beginne im Ernstfall nicht bei null.

Peter Wörner · Dipl.-Ing. (FH) · Inhaber und Dozent Radio Offshore ®

FKN bei Radio Offshore ®

Fachliche Vorbereitung, praktische Handhabung und amtliche Prüfung

Die theoretischen Grundlagen bereitest du vor. Im Präsenzkurs arbeiten wir mit den prüfungsrelevanten Seenotsignalmitteln und ihrer Handhabung. Anschließend findet die amtliche DSV-Prüfung direkt bei Radio Offshore ® statt.