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Radio Offshore ®

UBI · Prüfung · Theorie & Praxis

UBI Prüfung – Ablauf, Diktat, Theorie und Praxis am Funkgerät

Die Theorie lässt sich lernen. In der praktischen Prüfung musst du daraus innerhalb weniger Augenblicke die richtige Handlung am Funkgerät machen.

Teilnehmerin beschäftigt sich auf einem Motorboot mit der praktischen UBI-Prüfung

Die Theorie ist geschafft. Jetzt sitzt du am Funkgerät.

Die Aufgabe kommt vom Prüfer. Was machst du jetzt?

Einen Fragebogen kannst du vorbereiten. Du liest die Frage, überlegst und kreuzt eine Antwort an.

Am Funkgerät funktioniert die Prüfung anders. Du bekommst eine Situation und musst daraus selbst ableiten, was zu tun ist.

Welcher Verkehrskreis? Welcher Kanal? Welche Sendeleistung? Wie baust du die Verbindung auf? Und was musst du jetzt tatsächlich sagen?

Genau deshalb wirkt die UBI-Prüfung auf dem Papier kleiner, als sie sich am Funkgerät anfühlt.

Peter Wörner von Radio Offshore

Was Teilnehmer vor der Prüfung häufig unterschätzen

Ich erlebe immer wieder Teilnehmer, die vor dem Kurs vor allem Respekt vor den Theoriefragen haben. Nach dem praktischen Training sehen sie es meist anders.

Fragen kann man lernen. In der Praxis muss aus dem Wissen innerhalb weniger Sekunden eine Handlung werden – und anschließend ein sauberer Funkspruch.

Peter Wörner · Inhaber, Ausbilder und Kursleiter Radio Offshore

UBI Vollprüfung oder Ergänzungsprüfung?

Es gibt zwei Prüfungswege. Der sichtbare Unterschied liegt vor allem bei Diktat und Theorie. Die praktische Prüfung bleibt der entscheidende gemeinsame Teil.

UBI Vollprüfung

Diktat, Theorie und Praxis

Zur Vollprüfung gehört ein deutsches Funkdiktat. Im Theorieblock werden 22 Fragen gestellt, von denen mindestens 17 richtig beantwortet werden müssen. Hinzu kommt die praktische Prüfung am Funkgerät.

Für SRC-Inhaber

UBI Ergänzungsprüfung

Das Diktat entfällt und der Theorieblock ist verkürzt. Die praktische Prüfung wird dadurch jedoch nicht zu einer kleinen Zusatzaufgabe.

Die Theorie ist überschaubar. In der Praxis kommt alles zusammen.

In der praktischen UBI-Prüfung sitzt du am Funkgerät und musst zeigen, dass aus gelerntem Wissen eine funktionierende Funkverbindung werden kann.

01 · Funkgerät

Das Gerät steht vor dir

Jetzt reicht es nicht mehr, Begriffe wie Squelch, SCAN, Dual Watch oder HI/LO aus einem Fragenkatalog wiederzuerkennen. Funktionen des Funkgerätes müssen verstanden und am Gerät beherrscht werden.

02 · Situation

Du bekommst eine Funkaufgabe

Aus der Situation musst du erkennen, mit welcher Funkstelle du sprechen willst, welcher Verkehrskreis dazu gehört und welcher Funkweg dafür vorgesehen ist.

03 · Verfahren

Routine ist nicht die einzige Möglichkeit

In der Prüfung können unterschiedliche Funkverfahren eine Rolle spielen. Not, Dringlichkeit und Sicherheit stellen andere Anforderungen als ein gewöhnliches Gespräch mit einer Schleuse, Revierzentrale oder Schiffsfunkstelle.

04 · Sprechen

Und dann musst du es laut sagen

Nicht im Kopf, nicht angekreuzt und nicht leise vor dich hingemurmelt. Der Funkspruch muss am Gerät verständlich und in einer funktionierenden Reihenfolge herauskommen.

15 Minuten können am Funkgerät ziemlich lang werden

Wie lange ein einzelner Teilnehmer tatsächlich am Funkgerät sitzt, hängt auch davon ab, wie die gestellten Aufgaben gelöst werden und ob weitere Prüfungsaufgaben erforderlich werden.

Aus der Prüfungspraxis zeigt sich deshalb: Die praktische Prüfung ist kein kurzer Funkspruch, den man einmal aufsagt und anschließend wieder aufsteht. Mehrere Fähigkeiten müssen nacheinander zusammenpassen.

Spätestens im zweiten Versuch muss die geforderte Leistung ausreichend gezeigt werden.

Was in der praktischen Prüfung auf dich zukommen kann

Die einzelnen Aufgaben stehen nicht isoliert nebeneinander. Gerätebedienung, Funkverfahren und Verkehrsabwicklung greifen während der Prüfung ineinander.

Gerätekunde

Bedienen und erklären

Grundeinstellung der Sprechfunkstelle, Kanäle, Lautstärke, Rauschsperre, Sendeleistung und weitere Gerätefunktionen können Teil der praktischen Prüfung sein.

Verkehrsabwicklung

Die Situation richtig einordnen

Ein Gespräch mit einem anderen Schiff, einer Schleuse oder einer anderen Landfunkstelle stellt unterschiedliche Anforderungen an die Funkabwicklung.

Besondere Funkverfahren

Wenn aus Routine eine besondere Lage wird

Auch Notverkehr, Dringlichkeits- und Sicherheitsverkehr sowie damit verbundene Funkverfahren gehören zum möglichen praktischen Prüfungsstoff.

Zweiter Versuch

Ein Fehler ist nicht automatisch das Ende

Praktische Aufgaben können erneut gestellt werden. Das nimmt etwas Druck heraus – gleichzeitig muss die geforderte Leistung spätestens dann ausreichend gezeigt werden.

Die Theorie ist dagegen ziemlich klar geregelt

Bei der UBI-Vollprüfung werden 22 Fragen gestellt, mindestens 17 müssen richtig beantwortet werden. Der Fragenkatalog lässt sich gezielt vorbereiten.

Theorie

Die richtige Antwort erkennen

Gefragt wird unter anderem nach Verkehrskreisen, Funkverfahren, Notverkehr, Dringlichkeit, Sicherheitsverkehr und den Regeln des Binnenfunks.

Vollprüfung

Ein deutscher Funktext kommt hinzu

Bei der Vollprüfung gehört auch ein Diktat dazu. Für SRC-Inhaber entfällt dieser Teil bei der UBI-Ergänzungsprüfung.

Auf dem Papier sieht die UBI-Prüfung kleiner aus, als sie ist

22 Fragen. Ein kurzes Diktat. Dazu eine praktische Prüfung. Das klingt zunächst überschaubar.

Der Unterschied zeigt sich erst am Funkgerät: Bei einer Theoriefrage stehen die möglichen Antworten vor dir. In der Praxis musst du die richtige Lösung selbst erzeugen – mit Gerät, Funkverfahren und deiner eigenen Stimme.

Wissen kann man lernen. Funken muss man trainieren.

Im UBI-Präsenzkurs bei Radio Offshore sitzt du deshalb selbst am Funkgerät, sprichst die Verkehrsabwicklung, bekommst unmittelbar Korrekturen und trainierst die Abläufe vor der Prüfung.

Im Fragebogen kannst du zwischen Antworten wählen. Am Funkgerät gibt dir niemand vier Möglichkeiten vor.