Allgemeines Funkbetriebszeugnis (LRC / „AFZ“) – Erklärung, Nutzen & dein Weg zum LRC

Das Allgemeine Funkbetriebszeugnis ist die deutsche Bezeichnung für das international bekannte Long Range Certificate (LRC). Es ist das passende Funkzeugnis, wenn du über UKW hinaus auch Grenz-/Kurzwelle und/oder Satellitenfunk (z. B. Inmarsat) nutzen willst – also für Langfahrt und Hochsee.

Allgemeines Funkbetriebszeugnis (LRC) – Beispiel für das amtliche Funkzeugnis
Beispielansicht: Amtliches Funkzeugnis „Allgemeines Funkbetriebszeugnis / Long Range Certificate (LRC)“.

Schnell-Check: Brauche ich wirklich das LRC?

  • Nur UKW/DSC in Küstennähe? Dann reicht meist das SRC.
  • KW/GW (SSB/DSC) oder Satellitenfunk an Bord? Dann brauchst du das LRC (Allgemeines Funkbetriebszeugnis).
  • SRC hast du schon? Dann ist die LRC Ergänzungsprüfung der schnellste Weg.

Welche Funktechnik deckt das Allgemeine Funkbetriebszeugnis ab?

Das LRC ist für Skipper relevant, die weltweit unterwegs sind oder unabhängig von Küstenfunkabdeckung kommunizieren wollen. Typische Themen/Anlagen:

  • UKW-Seefunk inkl. DSC (SRC-Grundlagen sind enthalten)
  • Grenz-/Kurzwelle (MF/HF) inkl. DSC – Verfahren, Bedienlogik, Meldungsabläufe
  • Satellitenfunk (z. B. Inmarsat-C) – Nachrichten, Sicherheitsdienste, Workflows
  • NAVTEX / Sicherheitsinformationen verstehen und korrekt einordnen

Wann wird das LRC benötigt?

Das LRC ist die richtige Wahl, wenn du nicht nur „Küstenfunk“, sondern echte Langstrecken-Kommunikation abdecken willst – z. B.:

  • Langfahrten / Hochsee / Blauwasser (Planung, Wetter, Not- und Sicherheitskommunikation)
  • Yachten mit MF/HF-Funkanlage (SSB) und/oder Satellitenanlage
  • Fahrtgebiete, in denen UKW-Abdeckung nicht verlässlich ist

Hinweis zur Begrifflichkeit: „LRC“ ist der internationale Name. In Deutschland entspricht das dem „Allgemeinen Funkbetriebszeugnis“. „AFZ“ taucht als Abkürzung im Web auf – gemeint ist in der Praxis dasselbe.

Prüfung & Inhalte – worauf es wirklich ankommt

Entscheidend ist, dass du die Abläufe nicht „auswendig“ kannst, sondern sauber anwendest: Not-/Dringlichkeit/Sicherheit, richtige Reihenfolge, korrekte Bedienung und verständliche Sprechstruktur (inkl. Englisch).

  • Theorie: Vorschriften, Verfahren, Frequenzen, GMDSS-Logik
  • Praxis: UKW/DSC (SRC-Teil) plus MF/HF-DSC und Satellitenfunk (LRC-Teil)
  • Englische Hör-/Funktexte: Verständnis und sichere Umsetzung

Erklärung: Was bringt dir das LRC in der Praxis?

Das LRC ist mehr als „ein weiterer Schein“. Auf Langfahrt entscheidet saubere Funkroutine über Tempo, Klarheit und Sicherheit: Du kannst Not- und Dringlichkeitsabläufe korrekt absetzen, die passenden Dienste erreichen und Informationen strukturiert aufnehmen. In der Praxis geht es oft um Wetter- und Sicherheitsinformationen, um eine belastbare Kommunikationsoption außerhalb von UKW-Reichweite sowie um das sichere Bedienen der Geräte – ohne Stress, auch wenn es schnell gehen muss.

Gerade bei langen Etappen ist der Vorteil, dass du Funktechnik nicht nur „kennstd“, sondern beherrschst: Meldungsarten, Reihenfolge, Kanäle/Services und die klare Standard-Phraseologie. Das macht dich als Skipper souveräner – und sorgt bei Crew und ggf. Charterpartnern für Vertrauen.

So machst du das Allgemeine Funkbetriebszeugnis bei Radio Offshore

Bei Radio Offshore läuft das als Präsenz-Wochenende mit amtlicher Prüfung vor Ort. Du wählst den passenden Einstieg:

Option 1: LRC Vollkurs (auch ohne SRC)

Für Neueinsteiger: strukturiert von Null bis zur LRC-Prüfung – inkl. SRC-Bestandteilen.

Zum LRC Vollkurs

Option 2: LRC Ergänzungsprüfung (wenn du SRC hast)

Für SRC-Inhaber: Fokus auf KW/GW, Inmarsat und Prüfungslogik – ohne Umwege.

Zur LRC Ergänzungsprüfung

FAQ zum Allgemeinen Funkbetriebszeugnis (LRC)

Ist das LRC international gültig?

Ja – das LRC ist als Funkzeugnis international anerkannt. In der Praxis können Charterer/Flaggenstaat zusätzliche Vorgaben machen.

Kann ich das LRC machen, wenn ich noch kein SRC habe?

Ja. Der Vollkurs ist so aufgebaut, dass die SRC-Bestandteile enthalten sind und du danach direkt LRC-prüfen kannst.

Was ist der größte Unterschied zum SRC?

SRC deckt UKW/DSC ab. LRC erweitert das um Grenz-/Kurzwelle und Satellitenfunk – also „Weltweit-Funk“ statt Küstennähe.

Brauche ich gutes Englisch?

Du brauchst solides Praxis-Englisch für Funktexte/Hörtexte. Du musst kein Muttersprachler sein – wichtig ist sichere Standard-Phraseologie.

Jetzt den passenden LRC-Weg wählen

Wochenend-Präsenzkurs mit amtlicher Prüfung vor Ort: Vollkurs für Einsteiger oder Ergänzungsprüfung für SRC-Inhaber.

Nur UKW/DSC in Küstennähe? Dann ist meist das SRC die passende Basis.

Radio Offshore® – geführt von Dipl.-Ing. (FH) Peter Wörner, Eschenweg 7, 74366 Kirchheim am Neckar