Zonen 1-4: Brauche ich UBI oder SRC in Misch- und Übergangsgebieten?

Zonen 1-4 sind Übergangsreviere, in denen viele ins Grübeln kommen: „Bin ich noch Binnen (ATIS/UBI) – oder schon See (DSC/SRC)?“ Diese Seite erklärt das Prinzip verständlich, ohne dich mit Tabellen zu erschlagen. Für die Detailprüfung gibt es am Ende den PDF-Link.

Zonen 1-4: Wasserzonen und Mischgebiete – Entscheidung UBI oder SRC

Die einfache Grundregel

UBI
Binnenfunk im ATIS-Betrieb: Schleusen, Kanäle, Binnenreviere.
SRC
Seefunk mit DSC (GMDSS/UKW): Küste und „klassischer“ Seefunkbetrieb.
Warum es in Zonen knifflig wird
In Misch- und Übergangsgebieten kann derselbe Fahrtbereich Abschnitte haben, die funkrechtlich unterschiedlich eingeordnet sind. Dazu kommen Revier-Sonderregeln und klare Grenzlinien.
Kurz gesagt: Entscheidend ist der Funkdienst, an dem du teilnimmst (Binnen/See) und in Übergangsrevieren zusätzlich die Zonenzuordnung.

Was sind Zonen 1-4 überhaupt?

Die Zonen 1-4 beschreiben Übergangs- und Mischgebiete zwischen Binnen- und Seebereich. Praktisch heißt das: Es kann Strecken geben, auf denen du dich je nach Abschnitt und Betriebsart in einem anderen Funk-Kontext bewegst.

Typische Verwechslung
„Meine Anlage kann beides, also reicht doch ein Schein?“
Nein: Nicht die Hardware entscheidet, sondern der Dienst (ATIS/Binnen vs. DSC/See) und die Zonenzuordnung des Reviers.

Sonderfall Niederlande: Ijsselmeer, Markermeer und Wattensee

In der Praxis tauchen Fragen besonders oft bei niederländischen Revieren auf (z. B. Ijsselmeer/Markermeer und Wattensee), weil dort Übergangslogiken und Grenzlinien eine Rolle spielen können. Wenn du dort unterwegs bist, lohnt sich ein kurzer Check im Merkblatt, welcher Abschnitt welcher Zone zugeordnet ist.

Empfehlung für Skipper, die „Grenzen“ fahren
  • Wenn du sicher nur Binnen (ATIS) fährst: UBI.
  • Wenn du sicher nur Seefunk (DSC) brauchst: SRC.
  • Wenn du regelmäßig zwischen Bereichen wechselst oder unsicher bist: beide sauber abdecken (UBI + SRC).

Praxis-Entscheidung: So findest du schnell die richtige Richtung

Schritt 1: Wo fährst du?
Nenne das konkrete Revier (z. B. „Ijsselmeer“, „Elbe-Unterlauf“, „Rhein/Schleusen“). In Übergangsrevieren ist die Zonenzuordnung entscheidend.
Schritt 2: Welcher Funkdienst?
Binnenfunk (ATIS) ist ein anderer Dienst als Seefunk (DSC). Wenn du beide real nutzt, brauchst du auch die passende Berechtigung.
Schritt 3: Heute eindeutig lösen
Wer Klarheit will, nimmt die moderne Kombination passend zur Nutzung: UBI für Binnen + SRC für Seefunk (und bei Hochsee LRC/AFZ).
Passend dazu
Wenn du zusätzlich alte Zeugnisse einordnen willst (BZ I/BZ II/ABZ): Alte Funkzeugnisse: Einsatzbereiche und Umschreibung

Nachlesen (PDF- Zonen 1-4): Was brauche ich?

Wer die genaue Zonenzuordnung und Beispiele im Original nachschlagen möchte, findet sie im Merkblatt:

UBI Merkblatt „Zonen 1-4“ (PDF) öffnen

Wenn du dein Revier kennst, kann man sehr schnell prüfen, ob es ein klassischer Binnen-/See-Fall ist oder ein Übergangsbereich (Zonenlogik).

FAQ

Reicht UBI in Zonen 1-4 immer aus?
Nicht pauschal. In Übergangsgebieten kommt es darauf an, ob du Binnenfunk (ATIS) oder Seefunk (DSC) nutzt und wie der Abschnitt zoniert ist.
Wann ist SRC die saubere Lösung?
Sobald du Seefunk mit DSC abdecken willst (klassischer Seefunkbetrieb). Das ist unabhängig davon, ob deine Anlage technisch auch ATIS kann.
Was ist, wenn ich regelmäßig zwischen Bereichen wechsle?
Dann ist die Kombination UBI + SRC in der Praxis oft die klarste Lösung: Binnen (ATIS) und See (DSC) sind sauber abgedeckt.
📌 Hinweis: In Übergangsrevieren entscheidet die konkrete Zonenzuordnung des Abschnitts. Wenn du es exakt brauchst, nutze das Merkblatt unter „Nachlesen (PDF)“ oben – dort sind die Bereiche nachvollziehbar aufgeführt.

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