LRC Prüfung Ablauf – so läuft die Prüfung ab
Die LRC-Prüfung besteht aus Theorie und Praxis. Welche praktischen Prüfungsteile du absolvierst, hängt zuerst davon ab, ob du bereits ein SRC besitzt.
Ist bereits ein SRC vorhanden?
Das ist für den Umfang der LRC-Prüfung entscheidend. Das LRC umfasst auch den UKW-Seefunk, dessen Kenntnisse und praktische Fertigkeiten bereits mit dem SRC nachgewiesen werden.
Ohne SRC legst du deshalb die vollständige LRC-Prüfung ab. Mit vorhandenem SRC absolvierst du die LRC-Ergänzungsprüfung.
LRC-Vollprüfung
Ohne vorhandenes SRC umfasst die Prüfung zusätzlich den praktischen UKW-Seefunkteil.
- Theorie
- SRC-Praxis am ICOM IC-M323
- LRC-Praxis an der Transas-GMDSS-Simulation
LRC-Ergänzungsprüfung
Der bereits mit dem SRC nachgewiesene praktische UKW-Seefunkteil entfällt.
- Theorie der LRC-Erweiterung
- LRC-Praxis an der Transas-GMDSS-Simulation
Wie läuft die LRC-Prüfung grundsätzlich ab?
Die Prüfung umfasst einen theoretischen und einen praktischen Bereich. Bei der Vollprüfung kommt zur LRC-Praxis zusätzlich die SRC-Praxis hinzu.
Die organisatorische Reihenfolge von Theorie und Praxis kann am Prüfungstag variieren. Die Darstellung zeigt deshalb die Prüfungsbestandteile, nicht zwingend deren zeitliche Reihenfolge.
Vom Training direkt in die amtliche Prüfung
Die praktische Vorbereitung und die amtliche LRC-Prüfung finden bei Radio Offshore im selben Schulungsraum statt. Der Prüfungsausschuss des DSV kommt dafür zu uns.
Am Prüfungstag läuft die Vorbereitung bis kurz vor der Prüfung. Um 16 Uhr beginnt die amtliche Abnahme. Ein Wechsel an einen anderen Prüfungsort ist nicht erforderlich.
Du möchtest das LRC bei Radio Offshore machen? Mit vorhandenem SRC geht es zum LRC-Kurs für SRC-Inhaber, ohne SRC zum vollständigen LRC-Kurs.
Peter Wörner · Inhaber und Ausbilder bei Radio Offshore
Der theoretische Prüfungsteil
In der Theorie werden die Kenntnisse geprüft, die für das LRC und die Kommunikation innerhalb des GMDSS erforderlich sind.
GMDSS und Seegebiete
Dazu gehören unter anderem die Seegebiete A1 bis A4 und die dort eingesetzten Kommunikations- und Sicherheitssysteme.
Verfahren und Systeme
Weitere Bereiche betreffen unter anderem MF/HF, DSC, Inmarsat-C, maritime Sicherheitsinformationen und die dazugehörigen Verfahren.
Aufbau und Umfang der Theorie behandeln wir getrennt: LRC-Fragenkatalog →
Was in der LRC-Praxis tatsächlich verlangt wird
Im praktischen Teil werden konkrete Bedien- und Kommunikationsaufgaben an den jeweiligen Systemen durchgeführt. Bei der Vollprüfung kommt der SRC-Anteil hinzu. Die LRC-Erweiterung umfasst Inmarsat-C, MF/HF und maritime Sicherheitsinformationen.
Station 1: ICOM IC-M323 – SRC-Praxis
Diese Station gehört zur Vollprüfung, wenn noch kein SRC nachgewiesen ist.
Prüfungsablauf am UKW-DSC-Funkgerät
- Setup: Grundzustand prüfen, anschließend Position und UTC kontrollieren.
- DSC-Teil: den zur jeweiligen Aufgabe gehörenden DSC-Vorgang durchführen.
- Folgeverfahren: den dazugehörigen standardisierten Sprechfunkverkehr durchführen.
- Abschluss: den jeweiligen Vorgang vollständig beenden.
Station 2: Transas-GMDSS-Simulation – LRC-Praxis
Diese Station umfasst die zusätzlichen praktischen Prüfungsbereiche des LRC. Bei der Ergänzungsprüfung für SRC-Inhaber entfällt die zuvor dargestellte SRC-Station.
A) Inmarsat-C – Pflichtaufgaben
- Konfigurieren und Betriebsbereitschaft herstellen: Terminal in den erforderlichen Grundzustand bringen.
- Notalarm: die vorgesehenen Distress-Wege am Inmarsat-C-System bedienen.
- Telex-Verbindung: zum Beispiel PAN PAN, SECURITÉ oder Routineverkehr; Nachricht adressieren und übertragen.
- Betriebsbereitschaft beenden: das System ordnungsgemäß ausloggen beziehungsweise den Logout durchführen.
B) Inmarsat-C – weitere Fertigkeiten
- Text im File/Editor erstellen, speichern und wieder aufrufen.
- Adressbuch aufrufen und editieren.
- Logs kontrollieren und interpretieren.
- Fax sowie Land- und Schiff-Schiff-Kommunikation: Prinzip und Bedienung.
- Access Codes einsetzen: Prinzip und Anwendung.
- SafetyNET/EGC konfigurieren, Meldungen verwalten und deren Relevanz bestimmen.
C) Grenz- und Kurzwelle (MF/HF) – Pflichtaufgaben
- MF/HF-Bedienung: Gerät beziehungsweise Simulation bedienen und DSC und SSB voneinander unterscheiden.
- Not-, Dringlichkeits- und Sicherheitsverfahren: DSC-Teil und anschließenden Sprechfunkteil durchführen.
- Verkehrsabwicklung Schiff–Schiff: den erforderlichen Funkverkehr durchführen.
D) NAVTEX – weitere Fertigkeit
- Meldungen abrufen und filtern sowie ihre Relevanz für das Seegebiet oder den Törn bestimmen.
Warum in der LRC-Prüfung mehrere Systeme zusammenkommen
Das SRC beschränkt sich auf den UKW-Seefunk. Mit dem LRC kommen Kommunikationswege für größere Entfernungen hinzu: terrestrischer Funk über MF/HF und satellitengestützte Kommunikation.
Ein DSC-Anruf über MF/HF, der anschließende Sprechfunkverkehr, eine Nachricht über Inmarsat-C und der Empfang maritimer Sicherheitsinformationen sind technisch unterschiedliche Vorgänge. Innerhalb des GMDSS erfüllen sie unterschiedliche Aufgaben.
Deshalb umfasst die praktische LRC-Prüfung mehrere Kommunikationssysteme mit den jeweils dazugehörigen Verfahren.
Inmarsat-C
Distress Alert, Nachrichtenverkehr, EGC und die Aufgaben des Systems im GMDSS.
Inmarsat-C → Grenz- und KurzwelleMF/HF-Seefunk
DSC, Sprechfunk und Kommunikation über größere Entfernungen.
MF/HF-Seefunk → AlarmierungDSC im LRC
Digitale Alarmierung und der Übergang zur anschließenden Kommunikation.
DSC im LRC → SicherheitsinformationenNAVTEX & SafetyNET
Empfang und Verteilung maritimer Sicherheitsinformationen.
NAVTEX & SafetyNET →Weiter zur LRC-Prüfung
LRC-Prüfungstipps
Vorbereitung, praktische Abläufe und wechselnde Situationen unter Prüfungsbedingungen.
Zu den Prüfungstipps → TheorieLRC-Fragenkatalog
Der theoretische Prüfungsstoff und die Vorbereitung auf den Fragenkatalog.
Zum Fragenkatalog → SRC vorhandenSRC → LRC-Ergänzungsprüfung
Welche bereits nachgewiesenen Bereiche entfallen und welche zusätzlichen LRC-Inhalte geprüft werden.
Zur Ergänzungsprüfung → ÜbersichtLRC-Glossar
GMDSS, MF/HF, Satellitenkommunikation und die weiteren Themen des LRC.
Zum LRC-Glossar →