MF/HF-Seefunk: Mittelwelle, Kurzwelle und LRC
MF/HF-Seefunk erweitert den UKW-Seefunk um Verbindungen über große Distanzen. Genau deshalb gehört er zum LRC: Wer außerhalb des reinen A1-Bereichs unterwegs ist, muss verstehen, wie Mittelwelle, Kurzwelle, DSC und Sprechfunk auf MF/HF zusammenarbeiten.
Chef
MF/HF im LRC: Bandwahl, DSC und Folgeverkehr
Entscheidend ist nicht Kurzwellenphysik, sondern der prüfungsnahe Ablauf: passendes Band wählen, DSC sauber auslösen und den Sprechfunk danach geordnet weiterführen.
Was ist MF/HF-Seefunk?
MF/HF steht für Funk auf Mittel- und Kurzwelle. Im Unterschied zum UKW-Seefunk endet die Reichweite hier nicht schon nach Sicht- oder Küstennähe. Genau deshalb ist MF/HF für längere Distanzen, Offshore-Fahrten und das LRC wichtig.
Im Bordalltag heißt das: DSC übernimmt den digitalen Anruf oder Alarm, anschließend läuft der Sprechfunkverkehr auf der passenden Funkfrequenz weiter. Für das LRC musst du diese Systematik verstehen, nicht nur einzelne Frequenzen auswendig lernen.
Wann reicht UKW nicht mehr?
Merksatz: SRC reicht für UKW im Seegebiet A1. Sobald MF/HF oder Satellitenfunk an Bord eine Rolle spielen, wird das LRC relevant.
- Küstennah mit UKW: meist SRC-Bereich
- Außerhalb reiner A1-Nutzung: MF/HF und GMDSS-Struktur werden relevant
- Langfahrt, Hochsee, größere Reichweite: typischer LRC-Bereich
DSC und Sprechfunk auf MF/HF
- DSC dient auf MF/HF für den digitalen Alarm oder Anruf.
- Danach wird der eigentliche Not-, Dringlichkeits- oder Sicherheitsverkehr im passenden Band per Sprechfunk geführt.
- Für die Praxis zählt, dass Alarmierung und Folgeverkehr logisch zusammenpassen.
Mehr zum Ablauf findest du unter DSC-Notruf (LRC).
MF/HF-Frequenzen im Überblick
MF
- DSC: 2187,5 kHz
- Sprechfunk: 2182 kHz
- Wichtig für den Übergang zwischen Küstennähe und größerer Reichweite
HF
- DSC: 4207,5 · 6312 · 8414,5 · 12577 · 16804,5 kHz
- Sprechfunk: 4125 · 6215 · 8291 · 12290 · 16420 kHz
- Je nach Tageszeit und Ausbreitungsbedingungen wird das passende Band gewählt
Praxisgedanke
- Niedrigere Bänder laufen oft nachts günstiger
- Höhere Bänder sind tagsüber oft sinnvoller
- Entscheidend ist nicht Raten, sondern saubere Bandwahl
Warum Antenne und Tuner bei MF/HF wichtig sind
Bei MF/HF entscheidet nicht nur das Gerät. Antenne, Antennentuner, Gegengewicht und Stromversorgung beeinflussen, ob die Anlage sauber arbeitet. Genau deshalb ist MF/HF an Bord mehr als nur ein weiteres Funkgerät.
- Transceiver mit passender MF/HF-Anlage
- ATU möglichst sinnvoll eingebunden
- brauchbares Gegengewicht beziehungsweise Counterpoise
- saubere Spannungsversorgung und korrekte GPS-/Positionsdaten
MF/HF als Baustein im GMDSS
MF/HF ist kein Solothema, sondern Teil des GMDSS. Dazu gehören auch GMDSS-Grundlagen, NAVTEX und SafetyNET sowie Inmarsat-C.
Für das LRC musst du verstehen, wann welche Technik für Alarmierung, MSI und Folgekommunikation sinnvoll ist.
Welches Funkzeugnis passt dazu?
Das SRC reicht für UKW-Seefunk im A1-Bereich. Das LRC wird relevant, wenn MF/HF oder Satellitenfunk dazukommen; der passende Ausbildungsweg ist der LRC Kurs. Wer bereits ein SRC hat, geht in der Regel über die LRC Ergänzungsprüfung für SRC-Inhaber.
Auf den Punkt
Reicht UKW für längere Offshore-Fahrten?
Für reine A1-Nutzung ja. Sobald größere Distanzen und MF/HF oder Satellitenfunk relevant werden, ist das LRC der richtige Rahmen.
Ist MF/HF nur Theorie?
Nein. Gerade bei MF/HF zeigt sich, ob jemand Funkabläufe, Bandwahl und Gerätestruktur praktisch verstanden hat.
Was ist der direkte Weg vom SRC zum LRC?
Für SRC-Inhaber ist meist die
LRC Ergänzungsprüfung
der passende Weg.
Prüfungsrelevante Fragen zu MF/HF
Was ist der praktische Unterschied zwischen UKW und MF/HF?
UKW ist küstennah und eher sichtweitengebunden. MF/HF ist für deutlich größere Entfernungen gedacht und gehört deshalb zum LRC-Bereich.
Welche MF-Frequenzen gehören zu Not und DSC?
Auf MF ist 2187,5 kHz die DSC-Frequenz. Der anschließende Sprechfunkverkehr läuft auf 2182 kHz.
Welche HF-DSC-Notfrequenzen sollte man kennen?
4207,5 kHz, 6312 kHz, 8414,5 kHz, 12577 kHz und 16804,5 kHz.
Warum wird auf MF/HF nicht immer dieselbe Frequenz benutzt?
Weil Reichweite und Nutzbarkeit stark von Tageszeit, Ausbreitung und Bandwahl abhängen. Genau diese Logik ist im LRC wichtig.
Was gehört bei MF/HF an Bord außer dem Funkgerät noch zur Praxis?
Antenne, Tuner, Gegengewicht, Stromversorgung und korrekte Positionsdaten müssen sauber zusammenarbeiten.
Warum ist MF/HF im LRC prüfungsrelevant?
Weil das LRC nicht nur UKW, sondern auch weiträumige GMDSS-Kommunikation mit MF/HF und Satellitentechnik abdeckt.
Weitere LRC-Begriffe zu GMDSS, Prüfung und Praxis
🔎 LRC Glossar Übersicht
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LRC Funkzeugnis
Ordnet ein, wann das LRC gebraucht wird und welche Funkbereiche gegenüber dem SRC dazukommen.
SRC → LRC Ergänzungsprüfung
Für SRC-Inhaber, die MF/HF, Inmarsat-C, NAVTEX und weitere LRC-Verfahren ergänzen müssen.
Anpassungsprüfung (RYA → SRC)
Zeigt, wann ein RYA-Funknachweis zuerst in Richtung deutsches SRC eingeordnet wird.
Inmarsat-C
Der Satelliten-Datendienst im LRC: Distress, SafetyNET, EGC und Nachrichtenverkehr.
DSC-Notruf (LRC)
Vertieft die digitale Alarmierung auf MF/HF und den anschließenden Sprechfunkteil.
NAVTEX & SafetyNET
MSI empfangen, filtern und für Seegebiet, Route und Wetterlage fachlich bewerten.
Seegebiete A1–A4
Zeigt, warum MF/HF abseits des reinen UKW-Bereichs für Ausrüstung und Zeugnis relevant wird.
LRC Prüfung Ablauf
Verknüpft MF/HF, DSC, Sprechfunk und Transas-Praxis mit der amtlichen Prüfung.
LRC Fragenkatalog
Zeigt, wie MF/HF-Frequenzen, Bandwahl und GMDSS-Verfahren in den Theoriefragen auftauchen.
Prüfungstipps LRC
Hilft bei typischen Fehlern rund um Reihenfolge, Bandwahl, DSC und Folgeverkehr.
SRC vs. LRC
Stellt gegenüber, wann UKW mit SRC genügt und wann MF/HF oder Satellit zum LRC führen.
Je nach Ausgangslage passt entweder die LRC-Ergänzungsprüfung für SRC-Inhaber, der LRC Kurs mit DSV-Prüfung oder das Paket LRC-Ergänzungsprüfung mit UBI.
Termine und Preise stehen auf den jeweiligen Kursseiten.