Du hast ein SRC und willst auf LRC erweitern? Dann ist die SRC → LRC Ergänzungsprüfung (oft auch „LRC Upgrade“ genannt) der direkte, saubere Weg. Du ergänzt das bereits vorhandene UKW-Know-how (A1) um MF/HF-Seefunk mit DSC sowie Satellitenfunk (z. B. Inmarsat-C) und arbeitest damit praktisch in Richtung GMDSS-Seegebiete A2–A4.
Merksatz: SRC = UKW/DSC (Kurzstrecke). LRC = UKW + MF/HF + Satellit (Langstrecke) – also der volle Werkzeugkasten, wenn du Offshore-Reviere, Langfahrt oder Funk-Redundanz sauber abdecken willst.
Die Ergänzungsprüfung richtet sich an SRC-Inhaber. Das bedeutet: Du wiederholst nicht das komplette SRC-Paket, sondern konzentrierst dich auf die zusätzlichen Inhalte des LRC Funkzeugnisses. Im Fokus stehen dabei Grenz- und Kurzwelle (MF/HF) inklusive DSC-Alarmierung sowie Satellitenkommunikation und die erweiterten Verfahren im Not-, Dringlichkeits- und Sicherheitsverkehr.
Das SRC deckt den Seefunk über UKW (VHF) mit DSC ab – typisch für Küstenfahrt und Reviere, in denen die Kommunikation über UKW-Küstenfunkstellen realistisch ist. Wenn du weiter raus willst, Funk-Redundanz aufbauen möchtest oder gezielt MF/HF bzw. Satellitenfunk nutzen willst, ist LRC der passende Schritt. Praxisnah: LRC wird interessant, sobald du deine Kommunikation nicht mehr nur an „UKW-Reichweite“ koppeln willst, sondern auch bei größerer Distanz zuverlässig arbeiten möchtest.
Im GMDSS sind Seegebiete grob nach verfügbarer Funk-Infrastruktur definiert. A1 ist der Bereich mit UKW-Küstenfunkabdeckung, A2 baut auf MF-Küstenfunk auf, A3 betrifft Gebiete mit Satellitenabdeckung (klassisch: geostationär), und A4 liegt außerhalb davon (polnahe Bereiche). Für dich als SRC-Inhaber ist der Kern: Mit LRC erweiterst du deine Mittel, um nicht nur UKW (A1), sondern auch darüber hinaus professionell und regelkonform kommunizieren zu können.
Voraussetzung ist ein gültiges SRC. Die Vorbereitung erfolgt in der Praxis typischerweise kompakt am Wochenende; die amtliche Prüfung schließt sich direkt an. Wenn du den Aufbau der Prüfung vorab sauber einordnen willst, helfen dir: LRC Prüfung Ablauf und der LRC Fragenkatalog.
Am schnellsten wirst du sicher, wenn du die „neuen“ Bausteine voneinander trennst: MF/HF-DSC (Technik + Logik), Satellit (Inmarsat-C) (Menüführung + Nachrichtentypen) und Verfahren (Abläufe, Prioritäten, Funkdisziplin). Genau so ist das Upgrade im Kopf am saubersten strukturiert.
Hinweis für RYA-Inhaber: Ein direkter Sprung zum deutschen LRC ist nicht vorgesehen. Üblicher Pfad ist zunächst die Anpassungsprüfung RYA → SRC, anschließend die LRC-Ergänzungsprüfung. Mehr dazu unter Warum RYA nicht direkt zum LRC führt.
Nein. UKW/DSC (A1) ist durch das SRC abgedeckt – du ergänzt MF/HF und Satellit.
Bedienlogik und Verfahren: MF/HF hat andere Frequenz-/Betriebsarten, und im Satellitenfunk arbeitest du stark menügeführt mit Nachrichtentypen.
Meist ein intensives Wochenende – mit Prüfung direkt im Anschluss vor Ort.
Ja, als Bestandteil maritimer Sicherheitsinformationen (MSI) – inklusive Einordnung, wann NAVTEX sinnvoll ist und wie man Meldungen bewertet.
Für textbasierte Satellitenkommunikation und den Empfang von Sicherheitsinformationen (z. B. SafetyNET/EGC) – besonders relevant außerhalb reiner NAVTEX-Abdeckung.
Ja – wenn du Binnenfunk zusätzlich sauber abdecken willst, gibt es eine effiziente Kombi aus LRC Upgrade und UBI am selben Wochenende.