SRC Fragenkatalog – Lernplan, Prüfungslogik & 99 Funk-Vokabeln
Der SRC Fragenkatalog ist gut beherrschbar – wenn du thematisch lernst statt nur zu klicken. Hier findest du einen Lernplan, Beispiel-Multiple-Choice-Fragen mit Lösungserläuterung und die häufigsten Stolpersteine aus der Praxis. So wird aus einzelnen SRC Prüfungsfragen ein stimmiges Gesamtbild für Theorie und Prüfung.
- Lern in Clustern: DSC, Sprechfunkverfahren (Mayday/Pan-Pan/Sécurité), GMDSS A1, Gerätekunde, Antenne & Reichweite, Recht/Zeugnisse.
- Prüfung denken: Erst DSC digital, dann Kanal 16 Sprechfunk – diese Logik taucht im Katalog überall auf.
- Laut sprechen: Prowords und NATO-Alphabet regelmäßig laut üben – so klingt deine Antwort im Prüfungsraum sauber und sicher.
Dein Lernplan in 5 Blöcken
- DSC & Notruflogik: Distress-Menü, Notlage, Position, MMSI, Senden → Wechsel CH16.
- Sprechfunkverfahren: Mayday / Pan-Pan / Sécurité – Aufbau, Reihenfolge, Prowords, Wiederholungen.
- GMDSS A1: Zuständigkeiten, Reichweiten, Küstenfunkstellen, MMSI-Systematik.
- Gerätekunde: Kanal 70/16, Dual-Watch, Squelch/Lautstärke, ATIS vs. DSC (Abgrenzung zu Binnen).
- Technik & Recht: Antennenhöhe/Reichweite, Rufzeichen/Callsign, Zeugnisse (SRC/LRC) und Pflichten.
Typische Fehler im Fragenkatalog
- Wortlaut statt Inhalt: Nur auswendig gelernt, aber die Logik nicht verstanden – bei Varianten wird es dann unsicher.
- Kanäle verwechseln: 70 (DSC) und 16 (Sprechfunk).
- Prowords falsch: „Repeat“ statt „Say again“, „Roger and out“ – so nicht.
- MMSI/Callsign nicht sauber: Nummern und Kennungen unsicher buchstabiert kosten Punkte.
Checkliste Prüfungslogik: So lernst du effizient - kompakt lernen & clever bestehen
- Pro Tag 20–30 Fragen thematisch, unsichere markieren.
- Kurzantworten laut sprechen, dann schriftlich fixieren.
- 2–3 komplette Durchläufe im Prüfungsmodus; Lückenliste gezielt abarbeiten.
- Mit Prüfungstipps die Praxisteile simulieren: DSC → CH16 → Mayday.
Vom Fragenkatalog zur Prüfung – Theorie und Praxis sauber verbinden
Im Präsenzkurs trainieren wir Frageverständnis und Praxisabläufe zusammen – mit amtlicher Prüfung am Sonntag. Unten ein Auszug der amtlichen SRC Fragen. Weitere Fragen sind im SRC Glossar thematisch aufgeschlüsselt.
1) Was ist der „Mobile Seefunkdienst“?
Richtig: Funkdienst zwischen Küstenfunkstellen und Seefunkstellen bzw. zwischen Seefunkstellen untereinander. Lernhinweis: Das ist der Rahmen, in dem dein SRC spielt.
2) Wofür steht GMDSS – und was ist seine Kernfunktion?
Richtig: Weltweites Seenot- und Sicherheitsfunksystem zur schnellen, genauen Alarmierung und Sicherung der Schifffahrt im Notfall. Merke: GMDSS = Alarmweg + Infofluss.
3) Warum wurde GMDSS eingeführt?
Richtig: Für die schnelle und genaue Alarmierung in Not-, Dringlichkeits- und Sicherheitsfällen. Praxistipp: Denk in NDS-Rangfolge (Not–Dringlichkeit–Sicherheit).
4) Welche BSH-Publikation ist für die Sportschifffahrt zum Seefunk relevant?
Richtig: Funkdienst für die Klein- und Sportschifffahrt. Gute Quelle für Verfahren, Abkürzungen und Redewendungen.
5) Wozu dient DSC im GMDSS?
Richtig: Digitales Anrufverfahren, das bei der gerufenen Funkstelle ein optisches oder akustisches Signal auslöst – Startpunkt für die Verkehrsaufnahme.
6) Auf welchem UKW-Kanal läuft DSC?
Richtig: Kanal 70 – ausschließlich für DSC. Der Sprechfunk dazu läuft in der Regel auf Kanal 16.
7) MMSI – wo steht sie, wie ist sie aufgebaut?
Richtig: In der Zuteilungsurkunde (Ship Station Licence); 9 Ziffern, die ersten drei sind die MID. Merke: Küstenfunkstellen beginnen mit 00…
8) Was kennzeichnet Simplex / Duplex / Semi-Duplex?
Richtig: Simplex = Wechselsprechen auf einer Frequenz; Duplex = Gegensprechen auf zwei; Semi-Duplex = Wechselsprechen auf zwei.
9) Welche UKW-Kanäle sind international nur für Schiff-Schiff?
Richtig: 06, 08, 72, 77. Lernanker: „6/8 – 72/77“.
10) Rangfolge der Aussendungen?
Richtig: Not, Dringlichkeit, Sicherheit, Routine. Diese Reihenfolge bestimmt Verfahren und Prioritäten.
11) Welche Voraussetzungen für den Betrieb einer Seefunkstelle auf Sportfahrzeugen?
Richtig: Zuteilung (Ship Station Licence), zugelassene Funkgeräte und ein ausreichendes Seefunkzeugnis des Fahrzeugführers.
12) Welche Urkunde & welcher Befähigungsnachweis sind bei Prüfung vorzulegen?
Richtig: Zuteilung (Ship Station Licence) und Seefunkzeugnis des Fahrzeugführers.
13) Wer stellt die Zuteilungsurkunde aus?
Richtig: Bundesnetzagentur, Außenstelle Hamburg.
14) Welche Urkunde muss an Bord im Original mitgeführt werden?
Richtig: Zuteilungsurkunde (Ship Station Licence).
15) Welche Urkunde enthält die MMSI?
Richtig: Zuteilungsurkunde (Ship Station Licence). Änderungen wie Schiffsname oder Halterdaten müssen der BNetzA gemeldet werden.
16) MMSI Aufbau
Richtig: 9 Ziffern, die ersten 3 = MID (Länderschlüssel).
17) Küstenfunkstellen-MMSI
Richtig: 9 Ziffern, 00 am Anfang, dann MID. Beispiel: 002… = deutsche Küstenfunkstelle.
18) Nationalität in der MMSI erkennbar an …
Richtig: an der MID.
19) Kennzeichnung einer DSC-Seefunkstelle
Richtig: Schiffsname, Rufzeichen, MMSI.
20) Wo dürfen Testsendungen im UKW-Sprechfunk wie durchgeführt werden?
Richtig: Maximal 10 Sekunden, mit dem Wort „Test“ und der Schiffskennung. Kurz halten und Funkdisziplin beachten.
21) Welches Verfahren ermöglicht Schiff–Küsten und Schiff–Schiff Verkehrsaufnahme?
Richtig: DSC. Erst digital anrufen auf CH70, dann Sprechfunk – typischerweise auf CH16 oder auf dem zugewiesenen Kanal.
22) Auf welchem UKW-Kanal erfolgt die Alarmierung mittels DSC?
Richtig: Kanal 70.
23) Dringlichkeitsmeldung im UKW-Bereich: Wie korrekt verfahren?
Richtig: DSC-Ankündigung auf CH70, danach Sprechfunk auf CH16 mit PAN PAN.
24) Was bedeutet „URGENCY“ im DSC-Controller?
Richtig: Die nachfolgende Meldung ist dringend und betrifft die Sicherheit einer mobilen Einheit oder Person.
25) Sicherheitszeichen im Seefunkdienst?
Richtig: SECURITE. Für Dringlichkeit: PAN PAN; für Not: MAYDAY.
26) Inhalt einer Sicherheitsmeldung
Richtig: Wichtige nautische Warnnachricht oder wichtige Wetterwarnung.
27) „Bremen Rescue Radio“ – auf welchen Kanälen erreichbar?
Richtig: CH16 im Sprechfunk und CH70 für DSC.
28) Sportfahrzeuge Schiff-Schiff in DE-Hoheitsgewässern?
Richtig: Bevorzugt CH69 oder CH72.
29) Welche UKW-Betriebsart für Schiff-Schiff-Sprechfunk?
Richtig: Wechselsprechen auf einer Frequenz, also Simplex.
30) UKW-Reichweite: ein Einflussfaktor, der nicht zählt?
Richtig: Schlechtes Wetter zählt hier nicht als maßgeblicher Einflussfaktor; Antennenhöhe, Sendeleistung und Energieversorgung dagegen schon.
31) Rangfolge der Aussendungen (Wiederholung & wichtig!)
Richtig: Not → Dringlichkeit → Sicherheit → Routine. Diese Reihenfolge bestimmt Priorität und Verfahren.
32) Was wird im Schiffstagebuch dokumentiert?
Richtig: Not-, Dringlichkeits- und Sicherheitsverkehr sowie wichtige Vorkommnisse des Seefunkdienstes mit Zeit, Position und Anweisungen.
33) Nichtöffentlicher Funkverkehr – Beispiel?
Richtig: Nachrichten im Revier- oder Hafenfunkdienst zwischen Küstenfunkstelle und Seefunkstellen sind nichtöffentlich.
34) Zweck des Revier- und Hafenfunkdienstes?
Richtig: Nachrichten, die Führen, Fahrt und Sicherheit von Schiffen im Revier oder Hafen betreffen.
35) Wer bestimmt den Arbeitskanal See–Küstenfunkstelle?
Richtig: die Küstenfunkstelle.
36) Kennzeichnung Revier-/Hafen-Küstenfunkstelle
Richtig: geografischer Name + Art des Dienstes + „Radio“ in dieser Reihenfolge.
37) „Warnemünde Traffic“ – wen rufst du?
Richtig: die Küstenfunkstelle des Revierfunkdienstes in Warnemünde.
38) Dringlichkeitszeichen im Sprechfunk?
Richtig: PAN PAN. Not = MAYDAY, Sicherheit = SECURITE.
39) Dringlichkeitsmeldung – an wen?
Richtig: an alle Funkstellen oder an eine bestimmte Funkstelle. Die Aufhebung erfolgt sinngemäß ebenfalls an alle.
40) Was bedeutet das Dringlichkeitszeichen inhaltlich?
Richtig: sehr dringende Meldung, die die Sicherheit einer mobilen Einheit oder Person betrifft, aber keine unmittelbare Seenotlage ist.
41) Notzeichen im Sprechfunk?
Richtig: MAYDAY.
42) Wann liegt ein Seenotfall (für MAYDAY) vor?
Richtig: bei ernster und unmittelbarer Gefahr, wenn sofortige Hilfe erforderlich ist.
43) Welche Frequenzen neben den Notfrequenzen sind zulässig?
Richtig: jede andere verfügbare und geeignete Frequenz, wenn dies sinnvoll oder angeordnet ist.
44) Auf welchem UKW-Kanal findet der Notverkehr vorzugsweise statt?
Richtig: Kanal 16. Die DSC-Alarmierung läuft weiterhin auf Kanal 70.
45) Welche Meldungen dürfen auf CH16 im GMDSS übermittelt werden?
Richtig: Not-, Dringlichkeits- und Sicherheitsmeldungen, aber kein Routineverkehr.
46) Auf welchen Kanälen ist „Bremen Rescue Radio“ empfangsbereit?
Richtig: CH16 und CH70.
47) Funkverkehr mit SAR-Hubschraubern – welches Verfahren?
Richtig: Betriebsverfahren des mobilen Seefunkdienstes, je nach Lage über die dafür vorgesehenen Seefunkkanäle.
48) Welche Publikation sammelt Verfahren/Abkürzungen/Redewendungen für Notfälle?
Richtig: das Handbuch „Suche und Rettung“ bzw. die entsprechenden SAR-Unterlagen.
49) Beendigung des Notverkehrs – welche Meldung?
Richtig: eine Meldung, die mit SILENCE FINI abschließt.
50) Warum ist ein Handy keine Alternative zu UKW bei Notfällen?
Richtig: Andere Schiffe hören nicht mit; Alarmierung und Koordination erreichen nicht automatisch alle Beteiligten.
51) „SAR“ bedeutet …
Richtig: Search and Rescue, also Suche und Rettung.
52) Was macht ein RCC/MRCC im Seenotfall?
Richtig: Es koordiniert Rettungskräfte, organisiert und überwacht Maßnahmen und führt den Notverkehr.
53) „On-Scene Communication“ – was ist gemeint?
Richtig: Funkverkehr vor Ort im Seenotfall zwischen den beteiligten Einheiten am Ereignisort.
54) UKW-Kanäle für Seefunkstelle ↔ SAR-Hubschrauber (Sicherheitszwecke)
Richtig: CH16 und CH06.
55) SART – Hauptfunktion?
Richtig: Sendet Ortungszeichen, damit der Havarist mittels Radar leichter gefunden wird.
56) EPIRB – Hauptfunktion?
Richtig: Alarmierung und Kennzeichnung der Notposition.
57) NAVTEX – Wozu dient’s im Kontext „Sicherheit“?
Richtig: Verbreitung wichtiger nautischer Warnungen und wichtiger Wetterwarnungen.
58) UKW-Bereich für SAR-Einheiten?
Richtig: UKW-Bereich (VHF).
59) Notfunk auf CH16 – welche Meldungen sind zulässig?
Richtig: Not, Dringlichkeit und Sicherheit – keine Routine.
60) DSC-Ankündigung Dringlichkeitsmeldung – welches Vorgehen?
Richtig: DSC auf CH70 ankündigen, danach auf CH16 mit PAN PAN im Sprechfunk fortsetzen.
Schneller Download: ab Frage 61 nicht mehr scrollen
Hier bekommst du den kompletten Fragenkatalog (180 Fragen) als PDF – optional meine 99 Funk-Vokabeln zum Üben.
Tipp: PDF lokal speichern und gelöste Fragen markieren – das beschleunigt die Wiederholung.
Weitere SRC Glossar-Begriffe zum Lernen mit System
Seefunk Übersicht
Die zentrale Einstiegsseite zu Begriffen, Zusammenhängen und typischen SRC-Themen.
SRC Funkzeugnis
Bedeutung, Einordnung und die Frage, wann das Short Range Certificate relevant wird.
UKW Funkgerät Boot
Funkanlagen an Bord, Bedienlogik und die technische Grundlage der praktischen Prüfung.
Funkzeugnis Pflicht
Wann ein Funkzeugnis verlangt wird – und wie Gerät, Fahrtgebiet und Nachweis zusammenhängen.
SRC Prüfung Ablauf
So laufen Theorie, Funktexte und Praxis in der Prüfung tatsächlich ab.
NATO Alphabet Funk
Buchstabieren & Ziffern – damit Kennungen und Namen im Funk sicher kommen.
Seefunk Pflicht
Praktische Pflichten rund um Seefunkanlage, Zeugnis und Funkdisziplin an Bord.
DSC-Notruf
Digitaler Selektivruf: Ablauf, Fehlerquellen und die prüfungsrelevante Praxis dahinter.
SRC vs. LRC
Die klare Abgrenzung zwischen Küstenfunk und Weitbereich – und welcher Weg für dich passt.
Was ist mit „SRC Schein“ gemeint?
Bedeutung, Pflicht im Charter-Kontext und der kurze Weg von der Einordnung zur Prüfung.