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So ist die praktische SRC Prüfung aufgebaut

Die SRC Funkprüfung ist gut machbar, wenn du nicht chaotisch lernst, sondern die praktische Reihenfolge und die typischen Bewertungsfelder kennst. Entscheidend sind nicht nur einzelne Antworten, sondern ein sauberer Ablauf: DSC-Notruf, Wechsel auf Kanal 16, Mayday-Sprechfunk, Routineverkehr, Bedienung des DSC-Controllers und sicheres Arbeiten am Gerät. Genau hier trennt sich solide Vorbereitung von bloßem Auswendiglernen.

Radio Offshore – SRC Funkprüfung Tipps
  • Praxis besteht aus Reihenfolge, Ruhe und sicherer Gerätebedienung.
  • Theorie wird leichter, wenn du nach Themenblöcken lernst und nicht nur stumpf klickst.
  • Autodidakten scheitern oft nicht am Wissen, sondern an der Prüflogik und an der Bedienroutine.

So ist die praktische SRC Prüfung wirklich aufgebaut

Wer den offiziellen DSV-Prüfbogen zum ersten Mal sieht, merkt sofort: Die praktische Prüfung ist kein lockeres „einmal Mayday sagen“, sondern ein strukturierter Leistungsnachweis. Innerhalb von 20 Minuten müssen die gestellten Aufgaben ausreichend bearbeitet werden, spätestens im zweiten Versuch. Genau diese Systematik macht viele Selbstlerner nervös.

Der Prüfungsbogen trennt klar zwischen Pflichtaufgaben und sonstigen Fertigkeiten. Das ist wichtig, weil damit sichtbar wird, was der Prüfer tatsächlich sehen will: nicht nur einen einzelnen Notruf, sondern mehrere sauber beherrschte Abläufe rund um DSC, Sprechfunk, Routinefunk und Gerätebedienung.

Die Logik hinter dem DSV-Laufzettel

  • Die praktische Prüfung läuft unter Zeitdruck und in klaren Bewertungsfeldern.
  • Bei den Pflichtaufgaben müssen vier von vier Aufgaben ausreichend ausgeführt werden.
  • Bei den sonstigen Fertigkeiten müssen aus maximal drei gestellten Aufgaben mindestens zwei ausreichend sein.
  • Bewertet wird im 1. Versuch oder, falls nötig, im 2. Versuch.
  • Am Ende zählt nicht der gute Eindruck, sondern ob die Teilbereiche ausreichend sind und die Prüfung insgesamt bestanden ist.
Prüfungsteil Typische Inhalte laut Prüfungsbogen Was der Prüfer praktisch sehen will
I. Pflichtaufgaben DSC-Controller editieren und Senden eines Notalarms
oder Speicherabfrage und Bestätigung des Empfangs eines DSC-Notalarms

Aussenden der Notmeldung
oder Weiterleitung eines Notalarms bzw. einer Notmeldung per Sprechfunk (Distress Relay)

Beenden des Notverkehrs
oder Aufhebung eines Fehlalarms

DSC-Controller editieren, Senden eines Dringlichkeitsanrufes und Abgabe der Dringlichkeitsmeldung
oder DSC-Controller editieren, Senden eines Sicherheitsanrufes und Abgabe der Sicherheitsmeldung
Richtige Reihenfolge, korrekte Auswahl im DSC-Menü, sichere Sprachabgabe, saubere Unterscheidung zwischen Not-, Dringlichkeits- und Sicherheitsverkehr
II. Sonstige Fertigkeiten DSC-Speicherabfrage und Empfangsbestätigung
Abwicklung des Notverkehrs
Funkstille gebieten
Abwicklung des Funkverkehrs vor Ort
Aufhebung einer Dringlichkeitsmeldung
DSC-Controller editieren und Senden eines Routineanrufes an eine Seefunkstelle
Kanalwechsel
Abwicklung des Routinefunkverkehrs mit einer Seefunkstelle
DSC-Controller editieren und Senden eines Routineanrufes an eine Küstenfunkstelle
Abwicklung des Routinefunkverkehrs mit einer Küstenfunkstelle
Einstellen des DSC-Controllers
Sicheres Arbeiten außerhalb des klassischen Mayday-Ablaufs, also Routineverkehr, Bestätigungen, Wechsel der Arbeitskanäle und saubere Bedienung ohne Sucherei im Menü
Gesamtergebnis Beide Prüfungsteile werden gesondert bewertet; am Ende steht bestanden oder nicht bestanden Einzelwissen genügt nicht. Entscheidend ist, ob du die Abläufe unter Prüfungsdruck vollständig und ruhig beherrschst.

Genau diesen Prüfungsbogen trainieren wir in der Praxis

Der amtliche DSV-Prüfungsbogen zeigt exakt, was in der praktischen SRC Prüfung verlangt wird. Nicht weniger.

Radio Offshore macht daraus einen klaren Ablauf mit System: Gerätebedienung, DSC, Sprechfunk, Routineverkehr und die richtige Reihenfolge. So wird die praktische Prüfung gezielt vorbereitet – nicht theoretisch, sondern real.

Praxis Tipps: die Notrufkette sicher beherrschen

  1. DSC-Notruf auslösen: Distress-Funktion sicher finden, Notlage wählen, Position prüfen und korrekt senden.
  2. Auf Kanal 16 wechseln oder den automatischen Wechsel kontrollieren.
  3. Mayday-Sprechfunk sauber aufbauen: Schiffsname, Rufzeichen oder MMSI, Position, Notlage, Personen an Bord, Absichten.
  4. Ruhig hören, Bestätigungen aufnehmen und Anweisungen korrekt weiterführen.
Merksatz: DSC macht auf den Notfall aufmerksam, der anschließende Sprechfunk klärt die Lage.

Theorie Tipps: effizient und prüfungssicher lernen

  • In Themenblöcken lernen: DSC, GMDSS, Dringlichkeit, Sicherheit, Routinefunk, Seefunkstellen, Küstenfunkstellen.
  • Den SRC Fragenkatalog nicht nur klicken, sondern Antworten kurz begründen können.
  • Prowords und NATO-Alphabet laut sprechen, damit sie in der Prüfung nicht fremd klingen.
  • Mindestens zwei bis drei komplette Lerndurchläufe unter Zeitdruck machen.
  • Unsichere Fragen markieren und gezielt nacharbeiten, statt immer wieder nur leichte Fragen zu wiederholen.

Besonders wichtig: Die Theorie ist nicht losgelöst von der Praxis. Wer versteht, warum Kanal 70 digital genutzt wird, warum auf Kanal 16 weitergearbeitet wird und wann welche Meldungsart passt, lernt deutlich stabiler.

Häufige Fehler in der SRC Prüfung

  • Der Wechsel auf Kanal 16 wird vergessen oder zu spät gemacht.
  • Die Mayday-Meldung bleibt unvollständig, weil Position, Personenanzahl oder Absicht fehlen.
  • Im DSC-Menü wird hektisch gesucht statt gezielt gearbeitet.
  • Prowords werden verwechselt, etwa „Repeat“ statt „Say again“.
  • Beim Buchstabieren werden Fantasiewörter statt NATO-Alphabet benutzt.
  • Routinefunk wird vernachlässigt, obwohl genau dort oft Unsicherheit sichtbar wird.
  • Zu schnell gesprochen, undeutliche Mikrofonführung, falscher Abstand, unnötige Hektik.

Checkliste mit System für den Ablauf am Prüfungstag

  • Ausweis, Unterlagen und Schreibzeug bereithalten.
  • Rufzeichen, MMSI und Standardaufbau der Notmeldung im Kopf haben.
  • DSC-Bedienweg am Gerät einmal trocken durchgehen.
  • Vor dem Start Lautstärke, Squelch, Kanalwahl und Menüs kurz ansehen.
  • Langsam beginnen, nicht springen, jeden Schritt bewusst abschließen.
  • Keine Schachtelsätze bauen, sondern klar und funktechnisch sauber sprechen.

🎙️ Wichtige Prowords

„Say again“ für Wiederholung, „Stand by“ für Warten, „Wait“ für kurzes Warten, „Over“ wenn eine Antwort erwartet wird, „Out“ wenn der Funkverkehr beendet ist.

🔡 NATO-Alphabet

Alpha, Bravo, Charlie, Delta, Echo, Foxtrot, Golf, Hotel, India, Juliett, Kilo, Lima, Mike, November, Oscar, Papa, Quebec, Romeo, Sierra, Tango, Uniform, Victor, Whisky, X-ray, Yankee, Zulu.

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